Rückblick – Qualifikation Ironman 70.3 WM

Ruegen - Rückblick - Qualifikation Ironman 70.3 WM

Am 09. September stand also mein Saison Highlight für 2018 an, mit der Hoffnung sich für die Ironman 70.3 WM 2019 in Nizza zu qualifizieren.

Ich bin bereits Freitag nach Stralsund gefahren, um der Hektik des Eincheckens am Vortag etwas zu entgehen.

Da ich bereits 2017 in Rügen gestartet bin und dort meine erste Mitteldistanz gemacht habe, kannte ich mich vor Ort gut aus und alles lief reibungslos.

Ich fühlte mich gut, die letzten Trainingswochen liefen optimal, auf Grund der möglichen Wm Qualifikation war die Nervosität aber deutlich höher als normalerweise.

Für den Wettkampf hatte ich mir vorgenommen mich beim rollierenden Schwimmstart ganz nach vorne zu stellen. Ich bin kein starker, eher ein mittelmäßiger Schwimmer, wollte so aber verhindern, dass ich auf dem Rad, meiner Paradedisziplin, zu viele Gruppen vor mir habe und ich zu viel Verkehr auf der Strecke habe.

Das funktionierte sehr gut. Ich hab mich gut gefühlt und bin als 13. meiner Altersklasse von etwas 100 Startern aus dem Wasser.

Auf dem Rad fühlte ich mich zu ebenfalls gut, etwas zu gut, weshalb ich die ersten 45 km Runde etwas zu schnell angegangen bin und dafür, hinten raus, etwas bezahlen musste. Ohne es zu dem Zeitpunkt zu wissen, stieg ich als erster meiner Altersklasse mit einer der schnellsten Radzeiten aller Amateure vom Rad und ging in die Laufschuhe.

Auch beim Lauf fühlte mich den Umständen eines halben Ironman entsprechend gut und konnte die von mir angepeilte pace, den Halbmarathon in unter 1:30h auf der sehr anspruchsvollen Strecke in Binz laufen.

Meine Eltern, die so oft wie möglich zur Unterstützung dabei sind haben mir bei Kilometer 7 etwa zugerufen, dass ich knapp hinter Platz 1 in meiner Altersklasse liege. Ein starker Läufer hatte mich überholt, dennoch hatte ich genug Polster auf Platz den dritt platzierten Athlet meiner Altersklasse.

Die Gewissheit, dass ich mich wirklich für die Weltmeisterschaft qualifizieren kann, hat mir bei dem ein oder anderen harten Kilometer und Anstieg auf der Laufstrecke sehr geholfen, sodass ich mich am Ende mit Platz 2 in meiner Altersklasse tatsächlich für die Wm in Nizza 2019 qualifiziert habe und im Ziel bei meinen Eltern die eine oder andere Träne verdrückt habe.

Dankbar bin ich hier natürlich für die Unterstützung meiner Eltern und Freunde, aber auch unserem Triathlon Verein, bei dem viele in Bremen im Liveticker mitgefiebert haben und mir in der kurzen Zeit, die ich diesen Sport betreibe, viele wertvolle Tipps gegeben und die Motivation somit immer oben gehalten haben